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Titelbild zum Weltaufbau
Weltaufbau/2024 / 05 / 18/6 Min. Lesezeit

Notizen zum Weltaufbau

Beim Aufbau der Uferwelt ging es nie darum, die Schauplaetze nur groesser zu machen. Entscheidend war, dass Tempel, Laternenriten, Geistermaerkte und Mauern wie Auslaeufer derselben erschoepften Zivilisation wirken.

Zuerst brauchten wir ein Ufer, das den Tod laengst verinnerlicht hat

Der Ausgangspunkt der Welt war nicht Groesse, sondern Ordnung. Die Spieler sollten sofort spueren, dass dies keine gerade zerstoerte Ruinenstadt ist, sondern ein Ort, der Abschied, Erinnerung und Totengeleit seit langem in seinen Alltag eingebaut hat.

Darum dient die Architektur nicht dem Bild von Wohlstand. Verengte Gassen, nach innen geneigte Daecher und Treppen, die auf Schreine zulaufen, erzaehlen zuerst selbst von dieser Welt.

Warum die Seelenlaterne zum Kernsymbol werden musste

Die Seelenlaterne begann als Bildmotiv und wurde spaeter zum Angelpunkt des gesamten Settings. Sie traegt Ritualbedeutung, funktioniert als Interaktionsmedium und verbindet Figurenbeziehungen mit Raumzustand und Stimmung.

Wir stellten uns immer wieder dieselbe Frage: Wuerde diese Szene ohne die Laterne noch wie das Ufer wirken? Erst als sie Atmosphaere und Regeln sichtbar mitbestimmen konnte, war das Motiv wirklich angekommen.

Geistermarkt, Tempel und Grenze muessen derselben Logik folgen

Geistermaerkte sollten nie nur Spektakel sein. Sie sind die Umschlagplaetze der Uferordnung, an denen Opfergaben, Geruechte, Erinnerungen und Tabus getauscht, bewertet und sogar umgeschrieben werden.

Sobald dieses System feststand, wurden Tempel von bloessen Wahrzeichen zu Verwaltungszentren. Zugang, Registrierung der Toten und Grenzsiegel muessen alle aus derselben Ordnung ableitbar sein.